In Höhe von 50 Millionen EuroEU plant Hilfe für Armenien nach russischen Handelseinschränkungen

Die Europäische Union bereitet als Reaktion auf russische Handelseinschränkungen ein wirtschaftliches Hilfspaket im Volumen von zunächst 50 Millionen Euro für Armenien vor.
Dies teilte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nach einem Gespräch mit dem armenischen Ministerpräsidenten Nikol Paschinjan mit. Von der Leyen verurteilte die jüngsten Maßnahmen Moskaus als inakzeptablen "wirtschaftlichen Zwang". Russland versuche, die Wirtschaftsbeziehungen als politisches Druckmittel zu nutzen.
Europa stehe in dieser Situation fest an der Seite Armeniens, erklärte von der Leyen weiter. In Armenien wird am Sonntag ein neues Parlament gewählt. Die Wahl gilt als entscheidender Test für Paschinjans Kurs. Der Regierungschef strebt einen Friedensschluss mit dem langjährigen Erzfeind Aserbaidschan an, sucht die Annäherung an den Westen und distanziert sich zunehmend von der traditionellen Schutzmacht Russland.
In Umfragen liegt Paschinjans Partei Zivilvertrag mit rund 30 Prozent in Führung. Sein wichtigster Herausforderer, der russisch-armenische Milliardär Samwel Karapetjan, wirbt für engere Beziehungen zu Moskau und kommt auf bis zu elf Prozent.