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Konflikt wegen Iran-KriegEU sichert Spanien in Streit mit Trump Unterstützung zu

04.03.2026, 10:46 Uhr
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Der Ministerpräsident von Spanien: Pedro Sánchez. (Foto: Terje Pedersen/NTB Scanpix/AP/dp)

Vor dem Hintergrund des Streits zwischen US-Präsident Donald Trump und dem spanischen Regierungschef Pedro Sánchez wegen des Iran-Kriegs hat die EU-Kommission Spanien ihre Unterstützung zugesichert.

Brüssel werde "sicherstellen, dass die Interessen der Europäischen Union gewahrt werden" und stehe in "Solidarität" mit allen Mitgliedstaaten, teilte ein Sprecher am Mittwoch mit. Die Kommission sei "im Rahmen der gemeinsamen Handelspolitik bereit zu handeln".

Trump drohte Spanien am Dienstag wegen seine fehlenden Unterstützung im Iran-Krieg mit einem kompletten Handelsstopp. Die Linksregierung von Ministerpräsident Sánchez hatte den USA zuvor nicht erlaubt, in Spanien gelegene Luftwaffenstützpunkte für den Krieg gegen den Iran zu nutzen. Spanien sträubte sich auch gegen das neue Nato-Ziel von Verteidigungsausgaben von fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

Der US-Präsident nutzt immer wieder die Handelspolitik und insbesondere Zölle, um politische Ziele durchzusetzen. Allerdings ist unklar, wie er dem Handel mit Spanien ein Ende bereiten will - die EU ist auf internationaler Bühne ein einziger Handelspartner, Zölle gegen einzelne Mitgliedstaaten sind faktisch kaum umsetzbar. Der Kommissionssprecher betonte am Mittwoch, Trump müsse sich zudem an eine Handelsvereinbarung mit der EU aus dem vergangenen Sommer halten.

Quelle: ntv.de, AFP

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