Einsparungen auf mehr als 500 Millionen DollarWegen KI: Snapchat kündigt Streichung von 1000 Arbeitsplätzen an

Der Snapchat-Betreiber Snap verkleinert wegen des verstärkten Einsatzes von Künstlicher Intelligenz (KI) die Belegschaft.
Der Snapchat-Betreiber Snap verkleinert wegen des verstärkten Einsatzes von Künstlicher Intelligenz (KI) die Belegschaft. Das Unternehmen kündigte am Mittwoch die Streichung von etwa 1000 Stellen an. Dies entspricht 16 Prozent der Beschäftigten. Auf das Gesamtjahr hochgerechnet summierten sich die Einsparungen auf mehr als 500 Millionen Dollar. Mit dem Jobabbau reiht sich Snap in die Gruppe der rund 80 weiteren Technologiefirmen ein, die dem Datenanbieter Layoffs.fyi zufolge wegen KI seit Jahresbeginn insgesamt mehr als 71.000 Stellen gestrichen haben.
Snap steht unter dem Druck des aktivistischen Investors Irenic. Dieser fordert zur Kostensenkung neben Entlassungen auch den Verkauf von Unternehmensteilen, die nicht zum Kerngeschäft zählen. Hierzu zählt Irenic die Sparte für Datenbrillen, die bislang Verluste schreibt. Snap will ein Konkurrenzprodukt zur smarten Ray-Ban-Brille von Meta in den kommenden Monaten auf den Markt bringen. Die bisherigen Investitionen bezifferte Snap auf mehr als drei Milliarden Dollar.
Die Snap-Aktie stieg im US-Handel um bis zu acht Prozent. "Kostensenkungen können einen aktivistischen Investor zwar kurzfristig besänftigen", sagte Finanzmarkt-Experte Russ Mould vom Brokerhaus AJ Bell. "Es ist allerdings fraglich, ob das Unternehmen damit langfristig ein tragfähiges Geschäftsmodell und eine starke Wettbewerbsposition sichern kann."