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Schwacher JahresausklangEinzelhandelsumsätze im Euroraum sinken im Dezember um 0,5 Prozent

05.02.2026, 12:01 Uhr
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(Foto: imago/Ralph Peters)

Die Geschäfte der Einzelhändler im Euroraum sind vor der Jahreswende schlechter gelaufen als gedacht.

Das saisonbereinigte Absatzvolumen im Dezember sank gegenüber dem Vormonat um 0,5 Prozent, wie das EU-Statistikamt Eurostat am Donnerstag mitteilte. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten einen Rückgang um 0,2 Prozent erwartet. Im November legte der Absatz nach revidierten Daten um 0,1 (ursprünglich: 0,2) Prozent zu. Das Geschäft mit Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren wuchs im Dezember um 0,1 Prozent zum Vormonat, während jenes außerhalb des Lebensmittelbereichs (ohne Kraftstoffe) um 1,2 Prozent schrumpfte.

Eurostat nutzt für die Statistik den Index des Absatzvolumens im Einzelhandel. Dieser misst die Entwicklung des Umsatzes preisbereinigt; das heißt die Entwicklung der insgesamt verkauften Güter auf der Grundlage von kalender- und saisonbereinigten Daten.

Der deutsche Einzelhandel blickt trotz eines erwarteten leichten Umsatzwachstums skeptisch auf 2026. Der Branchenverband HDE rechnet für das laufende Jahr mit einem Umsatzplus von nominal zwei Prozent. Preisbereinigt (real) bedeutet dies jedoch nur einen Zuwachs von einem halben Prozent für die Branche mit rund 3,1 Millionen Beschäftigten. Die Rahmenbedingungen bleiben laut HDE schwierig. Eine Umfrage des Verbandes unterstreicht die gedämpfte Stimmung: 49 Prozent der Händler rechnen mit sinkenden Umsätzen, nur 23 Prozent erwarten eine Steigerung.

Quelle: ntv.de, rts

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