Keine größeren Schäden gemeldetErdbeben der Stärke 6,2 erschüttert Westjapan

Ein starkes Erdbeben hat den Westen Japans erschüttert, jedoch offenbar keine größeren Schäden verursacht. Der Erdstoß ereignete sich nach Angaben des japanischen Wetterdienstes JMA heute Morgen in geringer Tiefe in der Präfektur Shimane.
JMA gab die Stärke mit 6,2 an, die US-Erdbebenwarte USGS sprach von einem Beben der Stärke 5,7. Kurz darauf gab es eine Reihe leichterer Nachbeben in derselben Region.
Eine Tsunami-Warnung wurde nicht herausgegeben. Im Atomkraftwerk von Shimane seien keine besonderen Vorkommnisse registriert worden, meldete der Sender NHK. In Teilen des Shinkansen-Schnellzugnetzes gab es wegen eines Stromausfalls Zugausfälle. Die Armee sichtete nach eigenen Angaben mögliche Schäden aus der Luft.
Japan liegt in einer der tektonisch aktivsten Regionen der Welt. Der Inselstaat mit 125 Millionen Einwohnern wird jedes Jahr von etwa 1500 Erdbeben erschüttert.
In Japan ist die Erinnerung an das schwere Seebeben der Stärke 9,0 allgegenwärtig, bei der im März 2011 etwa 18.500 Menschen ums Leben kamen. Das am Meer gelegene Atomkraftwerk Fukushima war damals von einem fast 15 Meter hohen Tsunami getroffen worden. Das Kühlsystem des Kraftwerks fiel aus, in drei der sechs Reaktoren kam es zur Kernschmelze. Es war das schlimmste Atomunglück seit der Tschernobyl-Katastrophe von 1986.