Entscheidung der OPEC-StaatenErdöl-Länder verzichten 2026 vorerst auf eine Ausweitung der Ölproduktion

Die Erdöl exportierenden Länder wollen die Ölproduktion im neuen Jahr vorerst nicht weiter erhöhen.
Die Ölminister der Gruppe Opec+ beschlossen am Sonntag in einer Videokonferenz, nach einer bereits beschlossenen leichten Erhöhung im Dezember die Fördermengen im Januar, Februar und März nicht weiter zu erhöhen. Sie bestätigten damit eine Entscheidung, die acht wichtige Mitglieder der Gruppe Anfang November getroffen hatten. Zur Begründung verwiesen sie auf eine erwartete geringere Nachfrage.
Die Opec+ einigte sich nach eigenen Angaben zudem auf einen Mechanismus zur Bewertung der maximalen Produktionskapazität ihrer Mitglieder. Diese Bewertung soll den Angaben zufolge in die Festlegung der Fördermengen ab 2027 einfließen.
Zur Opec+ gehören neben der von Saudi-Arabien angeführten Gruppe der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) zehn weitere Partnerländer unter der Führung Russlands.
Seit April hatten acht wichtige Opec+-Mitglieder ihre Ölproduktion erhöht, um angesichts starker Konkurrenz von Ölproduzenten außerhalb der Gruppe - unter anderem die USA, Kanada und Guyana - Marktanteile zurückzugewinnen. Anfang November einigten sie sich jedoch darauf, vorerst auf weitere Erhöhungen zu verzichten, weil sie ein Überangebot befürchteten.