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Milch deutlich teurerErzeugerpreise für Agrar-Produkte steigen

12.12.2024, 09:31 Uhr
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Milch: Für ihre Verarbeitung fordert die Gewerkschaft NGG mehr Lohn. (Foto: Roland Weihrauch/dpa)

Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte wie Milch, Äpfel und Tomaten sind im Oktober in Deutschland gestiegen. Sie zogen um 3,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat an, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im September hatte es noch einen Rückgang von 0,2 Prozent gegeben. Von September auf Oktober legten die Preise um 1,8 Prozent zu. Die Entwicklung auf Erzeugerebene kommt meist verzögert über die allgemeine Inflation auch bei den Endverbrauchern an.

Die Preise für Produkte aus pflanzlicher und tierischer Erzeugung entwickelten sich gegenläufig. So sanken die Preise für pflanzliche Erzeugnisse um 4,6 Prozent im Vergleich zum Oktober 2023, während die für Tiere und tierische Produkte um 8,1 Prozent stiegen.

Speisekartoffeln kosteten 38,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die Erzeugerpreise für Obst stiegen dagegen um 21,1 Prozent. Hier verteuerten sich Tafeläpfel mit 29,6 Prozent besonders stark. Gemüse verbilligte sich um 0,8 Prozent. Hier sanken insbesondere die Preise für Eissalat (minus 7,1 Prozent) und Champignons (minus 2,7 Prozent). Für Gurken und Tomaten wurde hingegen 52,3 Prozent beziehungsweise 23,2 Prozent mehr verlangt.

Der Anstieg bei den tierischen Erzeugnissen geht unter anderem auf den höheren Preis für Milch zurück. Diese kostete 22,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Eier waren dagegen 1,6 Prozent billiger zu haben. Die Preise für Schlachtschweine gaben um 7,4 Prozent nach, während die für Rinder um 14,6 Prozent zulegten. Für Geflügel wurden 0,6 Prozent weniger verlangt als im Oktober 2023.

Die Verbraucherpreise für Lebensmittel sind zuletzt unterdurchschnittlich gestiegen. Diese kosteten im November im Schnitt 1,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Stärker zur Kasse gebeten wurden die Konsumenten etwa beim Kauf von Butter (plus 38,9 Prozent), Olivenöl (plus 13,3 Prozent) und Schokolade (plus 9,5 Prozent), während Zucker (minus 23,0 Prozent) deutlich weniger kostete.

Quelle: ntv.de, RTS

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