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Eurostat veröffentlicht DatenErzeugerpreise im Euroraum steigen im Mai stärker als erwartet

06.07.2026, 11:56 Uhr
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(Foto: Julian Stratenschulte/dpa)

Die Erzeugerpreise in der Industrie im Euroraum haben im Mai im Zuge des Iran-Konflikts stärker angezogen als erwartet.

Sie kletterten um 5,9 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das Statistikamt Eurostat am Montag mitteilte. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Anstieg um 5,7 Prozent gerechnet, nach einem Plus von revidiert 5,0 Prozent im April. Allein die Energiepreise in der Industrie zogen im Mai um 14,0 Prozent gegenüber dem Mai 2025 an. Die Herstellerpreise für Investitionsgüter wie Maschinen und Anlagen kletterten um 2,2 Prozent. Bei Vorleistungsgütern ergab sich ein Plus von 5,5 Prozent.

Zum Vormonat stiegen die Preise der Hersteller im Mai um 0,2 Prozent. Ökonomen hatten mit diesem Zuwachs gerechnet. Im April ergab sich ein Plus von revidiert 0,7 Prozent. Die Preise gelten ab Werk, also bevor die Produkte weiterverarbeitet werden oder in den Handel kommen. Erzeugerpreise sind ein früher Hinweisgeber für die künftige Inflation. Im Euroraum war der Preisauftrieb im Juni mit 2,8 Prozent nicht mehr ganz so stark wie im Vormonat mit 3,2 Prozent.

Die Geschäfte der Einzelhändler im Euroraum liefen im Mai eher mau: Die Erlöse legten um 0,2 Prozent zum Vormonat zu, wie Eurostat mitteilte. Ökonomen hatten ein Plus von 0,3 Prozent erwartet. Eurostat nutzt für die Statistik den Index des Absatzvolumens im Einzelhandel. Dieser misst die Entwicklung des Umsatzes preisbereinigt; das heißt die Entwicklung der insgesamt verkauften Güter auf der Grundlage von kalender- und saisonbereinigten Daten.

Quelle: ntv.de, rts

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