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Deutschland mit den meisten positiven BescheidenEurostat: Weniger Asylsuchende erhielten 2025 Schutzstatus in der EU

24.04.2026, 15:27 Uhr
15-03-2018-Bayern-Donauwoerth-Bewohner-gehen-in-die-Erstaufnahmeeinrichtung-Rund-600-Asylsuchende-sind-in-dieser-ehemaligen-Bundeswehrkaserne-untergebracht-Nach-teilweise-heftigen-Protesten-gegen-einen-Polizeieinsatz-in-einem-Fluechtlingsheim-im-bayerischen-Donauwoerth-hat-die-Staatsanwaltschaft-gegen-30-Bewohner-Haftbefehle-beantragt
15.03.2018, Bayern, Donauwörth: Bewohner gehen in die Erstaufnahmeeinrichtung. Rund 600 Asylsuchende sind in dieser ehemaligen Bundeswehrkaserne untergebracht. Nach teilweise heftigen Protesten gegen einen Polizeieinsatz in einem Flüchtlingsheim im bayerischen Donauwörth hat die Staatsanwaltschaft gegen 30 Bewohner Haftbefehle beantragt. Foto: Stefan Puchner/dpa ++ +++ dpa-Bildfunk +++ (Foto: picture alliance / Stefan Puchner/dpa)

Deutschland gewährt in der EU 2025 am häufigsten Schutz. Insgesamt fallen die Zahlen aber deutlich. Woran liegt das?

In der EU haben im vergangenen Jahr deutlich weniger Asylsuchende einen Schutzstatus bekommen. Rund 361.325 Menschen erhielten 2025 einen positiven Bescheid – ein Rückgang von knapp einem Fünftel gegenüber dem Vorjahr (437.735), wie aus Daten des EU-Statistikamtes Eurostat hervorgeht. Deutschland stellte demnach mit rund 103.360 Anerkennungen am häufigsten einen Schutzstatus aus und kam damit auf einen Anteil von 29 Prozent aller positiven Entscheidungen in der EU. Dahinter folgten Spanien (76.210) und Frankreich (72.930). Zusammen entschieden diese drei Länder über 70 Prozent aller positiv beschiedenen Fälle in der EU.

Anerkannte Asylsuchende häufig Afghanen 

Die größte Gruppe der Begünstigten machten Afghanen aus, mit 27 Prozent aller in der EU gewährten Asylanträge. Es folgten Venezolaner (16 Prozent) sowie Syrer und Ukrainer (je 5 Prozent). Von den bewilligten Asylgesuchen entfielen 51 Prozent auf den Flüchtlingsstatus nach der Genfer Flüchtlingskonvention, 25 Prozent auf humanitären Schutz nach nationalem Recht und 24 Prozent auf subsidiären Schutz. 

Besonders stark sanken die Zahlen beim subsidiären Schutz – der häufig Menschen aus aktiven Kriegsgebieten zugestanden wird – mit einem Minus von 50 Prozent im Vergleich zu 2024. Im vergangenen Jahr ging auch die Anzahl der Asylanträge allgemein zurück. Laut einem Bericht der EU-Kommission war der Rückgang um knapp 20 Prozent vor allem auf die veränderte Lage in Syrien zurückzuführen.

Quelle: ntv.de, dpa

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