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StudieFast die Hälfte der chinesischen Direktinvestitionen in Europa sind nach Ungarn geflossen

06.06.2024, 11:53 Uhr
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(Foto: IMAGO/Pond5 Images)

Fast die Hälfte der chinesischen Direktinvestitionen in Europa sind einer Studie zufolge im vergangenen Jahr nach Ungarn geflossen. 44 Prozent gingen dorthin, wie aus der am Donnerstag veröffentlichten Untersuchung des in Berlin ansässigen Mercator Institute for China Studies (Merics) mit der Rhodium Group hervorgeht. "Der osteuropäische Staat zog damit mehr chinesische Investitionen an als die drei großen Volkswirtschaften Deutschland, Frankreich und Großbritannien zusammen", hieß es.

Chinesische Unternehmen investierten in Ungarn demnach vor allem in die E-Mobilitätsbranche. Diese hatten im vergangenen Jahr einen Anteil von zwei Dritteln (69 Prozent) an Chinas Direktinvestitionen in Europa. Auch die Gesundheitsbranche in Europa stoße auf starkes Interesse chinesischer Investoren, wobei das Interesse an medizinischen Geräten besonders groß sei: Auf sie entfielen zwischen 2021 und 2023 zwei Drittel aller chinesischen Investitionen in dem Sektor, hieß es.

Insgesamt seien chinesische Investitionen in Europa erneut rückläufig gewesen: Sie erreichten im vergangenen Jahr mit 6,8 Milliarden Euro ihr niedrigstes Niveau seit 2010. "Chinesische Greenfield-Projekte in Europa sind eine positive Entwicklung, doch die insgesamt niedrige Investitionstätigkeit deutet auf ein Ungleichgewicht in den Wirtschaftsbeziehungen hin", sagte Merics-Chefökonom Max Zenglein.

Quelle: ntv.de, rts

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