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Ermittlungen laufenFeuer in Südfrankreich möglicherweise auf Brandstiftung zurückzuführen

13.08.2025, 19:39 Uhr
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(Foto: dpa)

Bei einem riesigen Waldbrand mit zwei Toten und zwei Schwerverletzten in Südfrankreich schließen die Behörden Brandstiftung als mögliche Ursache nicht aus. Das seit Tagen lodernde Feuer in der Nähe von Carcassonne und Narbonne an der französischen Mittelmeerküste "könnte eine kriminelle Ursache haben, die auf eine vorsätzliche Tat zurückzuführen ist", erklärte der für die Untersuchung der Brandursache zuständige Staatsanwalt am Mittwoch.

Im Laufe der Ermittlungen habe sich herausgestellt, dass dieser Brand von Menschen verursacht worden sei, sagte der Staatsanwalt weiter. Demnach konnte "jede natürliche Ursache" ausgeschlossen werden. Experten gingen nach ersten Einschätzungen von "vorsätzlicher Brandstiftung" aus.

Das Feuer war vergangene Woche Dienstag im Corbières-Massiv südwestlich der Stadt Narbonne ausgebrochen. Die Feuerwehr konnte den Großbrand zwar unter Kontrolle bringen, gelöscht wurde er allerdings noch nicht. Es ist der größte Waldbrand im französischen Mittelmeerraum seit mindestens 50 Jahren. Den Flammen sind bereits 16.000 Hektar Vegetation zum Opfer gefallen.

Derzeit kämpfen neben Frankreich auch Spanien, Portugal, Italien und die Balkanstaaten gegen Waldbrände, während eine Hitzewelle über Südeuropa hinwegzieht. In Frankreich ist es weiterhin sehr heiß, am Dienstag wurden an mehreren Orten Rekordtemperaturen von bis zu 43 Grad Celsius gemessen.

Quelle: ntv.de, AFP

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