Ermittler gehen von Unglück ausGebäudeeinsturz auf russischen Militärstutzpunkt nahe St. Petersburg

Auf einem russischen Militärstützpunkt in der Nähe von St. Petersburg ist nach Behördenangaben ein Gebäude eingestürzt.
Auf einem russischen Militärstützpunkt in der Nähe von St. Petersburg ist nach Behördenangaben ein Gebäude eingestürzt. Das für schwere Verbrechen zuständige russische Ermittlungskomitee leitete nach eigenen Angaben am Dienstag Ermittlungen wegen möglicher Verstöße gegen Brandschutzbestimmungen und Fahrlässigkeit ein. Die Ermittler gingen also offiziell von einem Unglück aus.
Nach Angaben des Ermittlungskomitees gab es bei dem Einsturz ersten Erkenntnissen zufolge auch Tote oder Verletzte. Eine genaue Opferzahl nannte das Ermittlungskomitee aber nicht. Der Gouverneur der Region Leningrad, Alexander Drosdenko, hatte zuvor im Onlinedienst Telegram mitgeteilt, auf dem Militärstützpunkt Sertolowo sei ein Gebäude der Militärpolizei eingestürzt. Er habe "die Ordnungskräfte angewiesen, der Armee bei der Beseitigung der Trümmer und der Rettung der Opfer" zu helfen, erklärte der Gouverneur. Die Ursache des Einsturzes werde untersucht.
Sertolowo liegt nördlich von St. Petersburg, der zweitgrößten Stadt Russlands. Das lokale Nachrichtenportal 47news sprach von einer Explosion und veröffentlichte ein Foto eines zum Teil eingestürzten Gebäudes, das die Nachrichtenagentur AFP zunächst nicht verifizieren konnte. Mindestens drei Menschen kamen dem Bericht zufolge ums Leben. Die russischen Behörden bestätigten die Zahl zunächst nicht. In Russland kommt es immer wieder zu Einstürzen von Gebäuden, insbesondere durch Gaslecks. Seit Beginn der russischen Offensive gegen die Ukraine im Jahr 2022 haben ukrainische Streitkräfte mehrfach wieder russische Militäreinrichtungen angegriffen.