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Lob aus Kirche und PolitikGedenken an Papst Franziskus

21.04.2026, 19:46 Uhr
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Papst Franziskus neben Giorgia Meloni, Ministerpräsidentin von Italien (Archivbild). (Foto: dpa)

Zur Gedenkmesse zum ersten Todestag von Papst Franziskus hat sein Nachfolger Papst Leo XIV. eine Botschaft aus Afrika übermitteln lassen.

"Der Tod ist keine Mauer, sondern eine Tür", hieß es in der Erklärung, die in der Basilika Santa Maria Maggiore in Rom verlesen wurde, wo Franziskus beigesetzt ist. Diese Tür öffne sich zur Barmherzigkeit, die Franziskus unermüdlich verkündet habe. "Er hat die Herzen so vieler Menschen bis an die äußersten Grenzen der Erde berührt."

Der Argentinier, bürgerlich Jorge Mario Bergoglio, stand von 2013 bis zu seinem Tod am Ostermontag vergangenen Jahres an der Spitze der katholischen Kirche. Er wurde 88 Jahre alt. Sein Nachfolger erinnerte an die Rolle des verstorbenen Pontifex "in einer Zeit, die einen epochalen Wandel geprägt hat". Franziskus sei sich dessen sehr bewusst gewesen und habe "uns allen ein mutiges Zeugnis gegeben, das ein bedeutendes Erbe für die Kirche darstellt". Mit einer Messe in der Casa Santa Marta hatte im Vatikan zuvor das Gedenken begonnen. In der Kapelle der früheren Residenz des Papstes hieß es: "Wir spüren ihn immer noch ganz bei uns." Es sei der Moment, an den "apostolischen Mut" zu erinnern, mit dem er sein Pontifikat geführt habe - trotz körperlicher Einschränkungen, berichtete das offizielle Nachrichtenportal "Vatican News".

Auch in seiner Heimat wurde an den Papst erinnert. Am Wochenende nahmen mehr als 120.000 Menschen an einer Gedenkfeier im Zentrum der Hauptstadt Buenos Aires teil. Der portugiesische Priester und DJ Guilherme Peixoto verband dafür Videoprojektionen mit Szenen aus dem Leben von Franziskus mit elektronischer Musik. Zudem lädt die argentinische Bischofskonferenz zu einer Messe in den Wallfahrtsort Luján ein; angekündigt ist auch ein Fackelzug durch die Innenstadt von Buenos Aires.

Leo würdigte Franziskus schon zuvor während seiner Afrika-Reise. Franziskus habe mit seinem Leben, seinen Gesten und seinen Worten sehr viel "für die Ärmsten, Kleinsten, Kranken, Kinder und Alten" getan, sagte das erste Oberhaupt der katholischen Kirche aus den USA. "Wir danken dem Herrn für die große Gabe des Lebens von Franziskus für die ganze Kirche und die ganze Welt." Auch Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni würdigte den Pontifex. Seine Botschaft von Frieden, Verantwortung und Aufmerksamkeit für die Schwächsten sei weiterhin aktuell, schrieb sie auf X. Er habe es verstanden, "mit einfachen Worten zur Welt zu sprechen" und Gläubige wie Nichtgläubige zu erreichen. Ihn kennenzulernen, sei für sie ein Privileg gewesen. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Heiner Wilmer, erklärte, Franziskus habe die Kirche geprägt und zu mehr Nähe zu den Menschen aufgerufen. Er "hat uns eindringlich daran erinnert, dass die Kirche nur dann glaubwürdig ist, wenn sie sich den Menschen zuwendet".

Quelle: ntv.de, dpa

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