Konjunkturdaten veröffentlicht Geschäftsklima in der Eurozone verbessert sich im Juni stärker als erwartet

Das Geschäftsklima in der Euro-Zone hat sich gegen Ende der ersten Jahreshälfte aufgehellt.
Das Barometer stieg im Juni um 1,3 auf 95,0 Punkte, wie aus den am Montag veröffentlichten Daten der EU-Kommission hervorgeht. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem Anstieg auf 94,3 Zähler gerechnet. Trotz der Aufwärtsbewegung liegt das Barometer weiterhin unter seinem langjährigen Schnitt.
Dies gilt auch für das Verbrauchervertrauen: Dieses Barometer stieg zwar im Juni um 1,3 Punkte auf minus 17,7 Zähler, bleibt damit aber ebenfalls relativ niedrig. Ein Grund für die maue Stimmung der Konsumenten dürfte das im Zuge des Iran-Krieges stark gestiegene Preisniveau im Euroraum sein. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat auf den Inflationsschub am 11. Juni mit einer Leitzinserhöhung auf 2,25 Prozent reagiert. Sie dürfte aus Sicht von EZB-Direktorin Isabel Schnabel die Zinszügel noch weiter anziehen. "Um die Inflation mittelfristig wieder auf unseren Zielwert von zwei Prozent zurückzubringen, werden wir aus heutiger Sicht die Zinsen weiter anheben müssen", hatte sie jüngst der "Zeit" gesagt.