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Gespräche im RohstoffsektorGlencore und Rio Tinto sprechen über mögliche Fusion zum größten Bergbaukonzern der Welt

09.01.2026, 09:49 Uhr
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(Foto: picture alliance/dpa)

Die beiden Konzerne Glencore und Rio Tinto sprechen über eine mögliche Fusion zum größten Bergbaukonzern der Welt.

Beide Unternehmen teilten am Freitag mit, sie führten "erste Gespräche", es sei aber noch offen, ob es am Ende eine Einigung gebe. Glencore erklärte, diskutiert werde der mögliche Zusammenschluss "einiger oder aller seiner Unternehmen". Eine Option wäre die Übernahme von Glencore durch Rio Tinto durch einen Aktientausch.

Glencore mit Sitz in der Schweiz wird mit 65 Milliarden Dollar bewertet, der britisch-australische Konkurrent Rio Tinto mit 142 Milliarden Dollar. Zusammen wären sie mehr als 260 Milliarden Dollar wert.

Beide Unternehmen setzen aktuell vor allem auf das Geschäft mit Kupfer - die Nachfrage steigt, weil mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien weltweit die Stromnetze ausgebaut werden müssen. Glencore-Chef Gary Nagle sagte erst im Dezember, der Konzern wolle einer der weltweit größten Kupferproduzenten werden.

Rio Tinto teilte am Freitag mit, eine Entscheidung über ein Übernahmeangebot werde bis zum 5. Februar fallen. Bei Anlegern kamen die Pläne nicht gut an: An der Börse in Sydney fiel der Kurs von Rio Tinto bis zum Nachmittag um mehr als fünf Prozent. Analysten erklärten, die beiden Unternehmen hätten große "kulturelle Unterschiede" - Rio Tinto etwa hat sich vom Geschäft mit der Kohle verabschiedet, Glencore hält daran fest.

Quelle: ntv.de, AFP

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