Wegen wachsender Bedrohung durch Russland Großbritannien verdoppelt Zahl der in Norwegen stationierten Soldaten

Großbritannien wird angesichts der zunehmenden Bedrohung durch Russland die Anzahl seiner in Norwegen stationierten Soldaten verdoppeln.
"Die Zahl der in Norwegen stationierten britischen Soldaten wird binnen drei Jahren von 1000 auf 2000 verdoppelt", teilte der britische Verteidigungsminister John Healey am Mittwoch mit. "Die Anforderungen an die Verteidigung steigen, und Russland stellt seit dem Kalten Krieg die größte Bedrohung für die Sicherheit der Arktis und des hohen Nordens dar", betonte Healey in der von seinem Ministerium veröffentlichten Erklärung.
Der Minister dürfte zudem am Mittwoch bei einem Besuch einer britischen Marinebasis im Norden Norwegens die Teilnahme Großbritanniens an der Arktis-Mission "Arctic Sentry" bestätigen. Die Nato-Mission war im Zuge des Grönland-Streits mit US-Präsident Donald Trump ins Leben gerufen worden und soll die Sicherheit in der Arktis stärken.
Trump hatte die europäischen Verbündeten mehrfach ermahnt, selbst für ihre Sicherheit zu sorgen. Anfang der Woche hatten die USA zwei regionale Kommandoposten bei der Nato an europäische Staaten übergeben. Das für den Süden zuständige Nato-Kommando in Neapel soll Italien übernehmen, die Leitung des für den Norden zuständigen Kommandos in Norfolk Großbritannien.
Großbritannien und Norwegen hatten im Dezember ein Verteidigungsabkommen unterzeichnet, das den gemeinsamen Einsatz einer Fregattenflotte zur "Verfolgung russischer U-Boote" im Nordatlantik vorsieht. Die Flotte wird zwischen Grönland, Island und Großbritannien patrouillieren und insbesondere für die Sicherheit wichtiger Unterwasserkabel zuständig sein.