Protest gegen Solarförder-StoppGrüne kritisieren Reiches Pläne zur Streichung der Förderung privater Solaranlagen

Die Grünen haben sich entsetzt zu den Überlegungen von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche geäußert, die Förderung privater Solaranlagen künftig zu streichen. "Die Freunde der dezentralen Energiewende in Bürgerhand müssen jetzt aufstehen", sagte Vize-Parteichef Sven Giegold der "Augsburger Allgemeinen" von Montag. Egal ob Kommunen, Unternehmen, Landwirte und Klimaschützer - "Reiches Politik hat viele Verlierer". Photovoltaik-Anlagen auf Dächern seien die umweltfeundlichste Form, Energie zu erzeugen.
Reiche hatte der "Augsburger Allgemeinen" am Wochenende gesagt, "neue, kleine PV-Anlagen rechnen sich schon heute im Markt und bedürften keiner Förderung". Rückwirkend wolle sie die Förderung nicht streichen: "Die Hauseigentümer haben für ihre Anlagen Bestandsschutz."
Wer Solarstrom auf seinem Dach erzeugt und ihn ins Netz einspeist, erhält einen festen Betrag pro Kilowattstunde, und zwar für 20 Jahre. Der Staat will damit den Ausbau grüner Stromquellen ankurbeln.
Giegold sagte der Zeitung, ohne die Prämie würden deutlich weniger Photovoltaik-Anlagen installiert. "Wenn die Anreize zur Einspeisung wegfallen, werden die Dächer nicht mehr vollgemacht." Die Energiewende werde dann ein Geschäft von Großunternehmen und Investoren.
Reiche hatte in dem Interview auch weitere Auflagen für Betreiber von Windrädern und Solaranlagen angekündigt.