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Todesursache noch ungeklärtHantavirus-Ausbruch: Ein Deutscher unter Todesopfern auf Kreuzfahrtschiff

04.05.2026, 16:24 Uhr
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This aerial picture shows a general view of the cruise ship MV Hondius stationary off the port of Praia, the capital of Cape Verde, on May 3, 2026. An outbreak of "severe acute respiratory illness" on board a cruise ship in the Atlantic has left two people dead and a third in intensive care in Johannesburg, South Africa's health ministry told AFP on May 3, 2026. The outbreak occurred on the MV Hondius, travelling from Ushuaia in Argentina to Cape Verde. The patient being treated in Johannesburg tested positive for a hantavirus, a family of viruses that can cause hemorrhagic fever, South African spokesperson Foster Mohale said. (Photo by AFP) (Foto: AFP)

Unter den drei Todesopfern nach einem mutmaßlichen Hantavirus-Ausbruch an Bord eines Kreuzfahrtschiffs ist nach Angaben des Kreuzfahrtunternehmens Oceanwide Expeditions auch ein deutscher Passagier.

Unter den drei Todesopfern nach einem mutmaßlichen Hantavirus-Ausbruch an Bord eines Kreuzfahrtschiffs ist nach Angaben des Kreuzfahrtunternehmens Oceanwide Expeditions auch ein deutscher Passagier. Insgesamt befanden sich laut einer am Montag von dem Unternehmen veröffentlichten Liste sieben Deutsche unter den Passagieren, zudem hat ein Besatzungsmitglied die deutsche Staatsbürgerschaft.

Der deutsche Passagier starb laut Oceanwide Expeditions am Samstag, die Todesursache ist demnach bislang nicht geklärt. Zuvor war bereits ein Paar aus den Niederlanden erkrankt und gestorben. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) spricht von einem mutmaßlichen Hantavirus-Ausbruch; ein positiv auf das Virus getesteter Passagier wird derzeit im südafrikanischen Johannesburg auf der Intensivstation behandelt. Zwei akut erkrankte Besatzungsmitglieder befinden sich weiter an Bord der "MV Hondius", die derzeit im Atlantik vor den Kapverden liegt.

Die Behörden von Kap Verde verweigern dem Schiff die Einfahrt in den Hafen der Hauptstadt Praia und wollen die Passagiere nicht von Bord lassen. Das Kreuzfahrtunternehmen prüft jetzt nach eigenen Angaben, ob das Schiff mit 149 Insassen aus 23 Ländern zu den Kanaren weiterfahren kann und die Passagiere auf Teneriffa oder Las Palmas an Land gehen können.

Hantaviren werden üblicherweise über die Ausscheidungen von Nagetieren übertragen und können schwere Atemwegserkrankungen auslösen. In seltenen Fällen ist nach Angaben der WHO jedoch auch eine Übertragung von Mensch zu Mensch möglich. Die "MV Hondius" hatte eine Reise von Ushuaia im argentinischen Feuerland zu den vor der Küste Westafrikas liegenden Kapverdischen Inseln unternommen.

Quelle: ntv.de, afp

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