"Im Moment sehen wir keine Option, da rauszukommen"Hapag-Lloyd sieht aktuell keine Möglichkeiten für Rückkehr von Frachtern aus Persischen Golf

Deutschlands größte Containerreederei Hapag-Lloyd sieht aktuell keine Möglichkeit zur Rückholung ihrer im Persischen Golf festsitzenden Frachter.
Deutschlands größte Containerreederei Hapag-Lloyd sieht aktuell keine Möglichkeit zur Rückholung ihrer im Persischen Golf festsitzenden Frachter. "Im Moment sehen wir keine Option, da rauszukommen", sagte Konzernchef Rolf Habben Jansen am Donnerstag bei einer Online-Branchenveranstaltung. Die Crews seien gut versorgt mit Lebensmitteln und Frischwasser. Das sei nicht das Problem. "Wir warten auf ein Zeitfenster, in dem man möglicherweise herauskommt." Nach früheren Angaben sitzen sechs Hapag-Frachter mit rund 150 Seeleuten an Bord fest. Auch zahlreiche Schiffe anderer Reedereien sind im Golf gestrandet. Der Iran blockiert die dem Golf vorgelagerte Straße von Hormus faktisch seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar.
Zuletzt hatte der Iran diese Kontrolle über die für die Handelsschifffahrt wichtige Meerenge verstärkt demonstriert. So stürmten Spezialkräfte laut dem Iran mehrere Frachter. Zudem gingen nach Angaben aus Teheran erste Einnahmen im Zusammenhang mit einer sogenannten Maut ein, die der Iran von Schiffen in der Meerenge erheben wollte. Die Regierung in Teheran will die Route erst wieder freigeben, wenn die USA ihrerseits die Blockade der iranischen Schifffahrt aufheben.