"Keine zusätzliche Belastung" Hunderte Asylsuchende sollen auf griechische Ägäisinseln verlegt werden

Die griechischen Behörden wollen hunderte Migranten, die in den vergangenen Tagen vor der Küste der Insel Kreta aus dem Meer gerettet worden waren, in Aufnahmezentren auf Samos und Lesbos bringen.
Die griechischen Behörden wollen hunderte Migranten, die in den vergangenen Tagen vor der Küste der Insel Kreta aus dem Meer gerettet worden waren, in Aufnahmezentren auf Samos und Lesbos bringen. Die Verlegung auf die anderen Inseln diene der "Identifizierung, dem Screening und der Überprüfung" der Asylsuchenden vor einem möglichen Transfer in Einrichtungen auf dem Festland, teilte das Migrationsministerium am Sonntag mit.
Für die betroffenen Inseln werde "keine zusätzliche Belastung" entstehen, erklärte das Ministerium. Im Falle einer Ablehnung von Asylanträgen würden Abschiebeverfahren eingeleitet.
Ungeachtet der Zusicherungen des Ministeriums traf sich nach Angaben des Nachrichtenportals "Sto Nissi" der Bürgermeister von Mytilini auf Lesbos am Sonntag mit örtlichen Hoteliers zu einem Krisentreffen. Den Angaben zufolge werden auf Lesbos am Sonntag 200 Flüchtlinge erwartet, auf der Nachbarinsel Samos sollen es 200 weitere sein.
Kreta verfügt derzeit nur über eine provisorische Unterbringungsmöglichkeit für Asylsuchende. Das Migrationsministerium will allerdings bald ein Aufnahmezentrum auf der Insel einrichten. Das Ministerium arbeitet nach eigenen Angaben zudem mit Deutschland, Österreich, Dänemark und den Niederlanden am Aufbau von Abschiebezentren außerhalb der EU.