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Zerstörte Häuser und VertriebeneHunderte Tote bei Konflikten über Viehdiebstahl im Südsudan

03.06.2025, 20:05 Uhr
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(Foto: dpa)

Bei Konflikten zwischen Viehhirten unterschiedlicher Volksgruppen im Südsudan sind nach UN-Angaben seit Dezember hunderte Menschen getötet worden. In der Region Warrap im Nordwesten des Landes seien allein "im März mehr als 200 Menschen getötet worden", zahlreiche weitere vertrieben und Häuser zerstört worden, erklärte die UN-Blauhelm-Mission Unmiss am Dienstag.

Viehdiebstahl und Streit um Weideflächen und Wasserquellen sind unter den Viehzüchter-Gemeinschaften im Südsudan an der Tagesordnung. Das Land gilt trotz großer Ölvorkommen als einer der ärmsten Staaten der Welt und wurde zuletzt zudem von extremer Dürre und Überschwemmungen heimgesucht.

"Die Regierung muss dringend eingreifen, um eine weitere Eskalation der Konflikte zu verhindern", sagte Unmiss-Sonderbeauftragter Guang Cong. Im Februar war es lokalen Behörden zufolge in der Region Ost-Äquatoria bereits zu einem "kaltblütigen Massaker" mit 41 Toten und 65 Verletzten gekommen.

Der Südsudan hatte sich 2011 vom Sudan abgespalten. In den vergangenen Monaten hatte sich die Lage im Land zunehmend verschlechtert, nachdem der Konflikt zwischen Anhängern des Präsidenten Salva Kiir und Unterstützern des Ende März festgenommenen Vizepräsidenten Riek Machar wieder aufgeflammt war. Die neuen Kämpfe gefährden ein 2018 geschlossenes Friedensabkommen, das einen fünfjährigen Bürgerkrieg mit rund 400.000 Todesopfern beendet hatte.

Quelle: ntv.de, AFP

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