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Warnung sich auf frühere Partner einzulassenIEA-Chef: "Es gibt keine weltweite Ölknappheit"

06.03.2026, 17:43 Uhr
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IEA-Exekutivdirektor Fatih Birol im März 2022 in Paris. (Foto: Michel Euler/AP/dpa)

Der Iran-Krieg hat Auswirkungen auf die Öl- und Gasversorgung. Der IEA-Chef warnt Europa allerdings davor, sich wieder auf frühere Partner einzulassen.

Der Anstieg der Ölpreise infolge des Iran-Kriegs ist nach Einschätzung des Chefs der Internationalen Energieagentur (IEA) nicht auf einen grundsätzlichen Mangel zurückzuführen. «Es gibt genügend Öl. Es gibt keine weltweite Ölknappheit», sagte Fatih Birol in Brüssel. Das Problem sei die Störung der Ölversorgung wegen Logistikproblemen.

Derzeit passieren aus Sorge vor Angriffen des Irans kaum noch Schiffe die Straße von Hormus. Der wichtige Seeweg für Öl- und Gastransporte ist eine Meerenge zwischen dem Iran und dem Oman. Sie ist die einzige Verbindung des Persischen Golfs mit den Weltmeeren. Am Golf von Persien liegen bedeutende Ölförderländer, zu den Anrainern zählen neben dem Iran Saudi-Arabien, Irak, Kuwait, Katar, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate.

Die EU-Länder warnte Birol davor, angesichts steigender Preise wieder verstärkt auf Lieferungen aus Russland zu setzen. Einer von Europas historischen Fehlern sei es gewesen, sich bei der Energieversorgung vor allem auf Russland zu verlassen, sagte er in Brüssel nach einem Treffen mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.

Quelle: ntv.de, dpa

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