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Energieagentur IEAIEA-Chef warnt vor möglicher neuer Versorgungskrise in Europa

24.01.2023, 11:47 Uhr
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Leere Regale in der Gemüseabteilung eines Co-op-Supermarkts in London. Britische Bauern warnen angesichts enorm gestiegener Preise vor Versorgungsproblemen. (Foto: Kirsty O'connor/PA Wire/dpa)

Die Internationale Energieagentur (IEA) warnt Europa davor, angesichts fallender Gaspreise die Versorgungskrise vorschnell abzuhaken. "Der nächste Winter bereitet mir Sorgen", sagte IEA-Chef Fatih Birol dem "Handelsblatt" (Dienstagsausgabe). "Kein russisches Gas, Chinas Comeback als Importeur, wenig Angebotszuwachs: Diese drei Faktoren machen den nächsten Winter zur Herausforderung."

Viele Regierungen seien froh über den bislang relativ milden Verlauf der Krise, sagte Birol. "Aber ich fürchte, dass sie ein bisschen zu froh sind." Europa müsse den Gasverbrauch weiter senken.

Angesichts der angespannten Lage kritisierte der IEA-Direktor den deutschen Atomausstieg: "Ich wünschte, es gäbe die Möglichkeit, die Laufzeiten bei Bedarf deutlich stärker zu verlängern." Positiv wertete Birol dagegen, dass sich der Ausbau von Windkraft und Solaranlagen beschleunigt habe.

Quelle: ntv.de, AFP

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