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Streit um EntlastungsprämieIG Metall lehnt Verrechnung der 1000-Euro-Prämie ab und fordert schnelle Auszahlung

15.04.2026, 14:06 Uhr
IG-Metall-Ein-deutliches-Vertrauenssignal

In der Diskussion über die geplante steuerfreie Entlastungsprämie von 1000 Euro lehnt die IG Metall eine Verrechnung mit Tariferhöhungen ab und fordert die Arbeitgeber stattdessen auf, das Geld rasch auszuzahlen.

Die Entlastungsprämie "sollte ein kurzfristiges Mittel gegen die akuten Belastungen der Beschäftigten sein", sagte Gewerkschafts-Chefin Christiane Benner den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Mittwoch.

"Dafür fordern wir die Arbeitgeber auf, diese schnell und unmittelbar auszuzahlen." Die Prämie müsse so viele Menschen wie möglich erreichen. Mittel- und langfristig brauche es aber "dauerhaft höhere Entgelte", fuhr Benner fort. "Dauerhaft mehr Geld für unsere Mitglieder ist Teil unseres Jobs als Gewerkschaft und wir werden uns in anstehenden Tarifrunden dafür einsetzen." Eine Mieterhöhung oder höhere Preise im Supermarkt seien kein einmaliges Phänomen, sondern belasteten die Menschen in ihrem Alltag auf lange Sicht.

Am Montag hatte die schwarz-rote Koalition angesichts der hohen Spritpreise durch den Iran-Konflikt weitere Entlastungen verkündet. So beschlossen CDU, CSU und SPD unter anderem, dass Arbeitgeber ihren Beschäftigten 2026 eine steuerfreie "Entlastungsprämie" von 1000 Euro zahlen können.

Quelle: ntv.de, AFP

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