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"Kernprobleme bleiben ungelöst"Ifo-Umfrage: Chemieunternehmen in Deutschland erwarten deutlich weniger Geschäfte

28.05.2026, 09:01 Uhr
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Die Stimmung in den Chemieunternehmen hat sich im Mai weiter verschlechtert.

Zwar bewerteten die Firmen ihre aktuelle Geschäftslage besser, jedoch brachen die Erwartungen ein, wie das Ifo-Institut mitteilte. Der Branchenindikator des Instituts sank in der Folge von minus 28,6 Punkten im April auf nunmehr minus 30,2 Punkte.

Auch in diesem Monat profitierten laut Ifo-Institut Teile der Branche "von höherer Nachfrage nach chemischen Erzeugnissen infolge der gestörten globalen Lieferketten". Zugleich bleibe die Versorgungslage mit Vorprodukten angespannt, mehr als ein Drittel der Unternehmen berichteten von Materialknappheit, wie das Münchner Institut weiter mitteilte. Im ersten Quartal waren es nur sieben Prozent.

Die Unternehmen rechnen der Umfrage zufolge trotz der Belebung der Nachfrage mit weniger Produktion und weiterem Personalabbau. Auch erwarten sie weniger Exporte als noch im April. "Die vorübergehende Sonderkonjunktur verschafft der Branche zwar kurzfristig Luft, die strukturellen Kernprobleme bleiben jedoch ungelöst", erklärte Ifo-Branchenexpertin Anna Wolf.

Quelle: ntv.de, AFP

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