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Barometer bei 2,6 PunktenIfo-Umfrage: Exporterwartungen in Deutschland werden positiver – aber keine "dynamische Erholung"

24.02.2026, 10:11 Uhr
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Die Stimmung unter den deutschen Exporteuren ist im Februar ins Positive gedreht. (Symbolbild) (Foto: picture alliance/dpa)

Die Stimmung unter den deutschen Exporteuren ist im Februar ins Positive gedreht. Das Barometer für die Exporterwartungen stieg auf plus 2,6 Punkte, von minus 0,8 Punkten im Januar, wie das Münchner Ifo-Institut zu seiner Unternehmensumfrage mitteilte.

"Die Exportwirtschaft startet mit etwas Rückenwind ins neue Jahr", sagte Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. "Von einer breit angelegten und dynamischen Erholung kann jedoch noch keine Rede sein." Die erratische Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump dürfte für neue Unsicherheit sorgen. Der Oberste Gerichtshof erklärte vergangenen Freitag bisher erhobene Zölle für illegal. Trump führte umgehend neue Zölle von zunächst zehn Prozent ein, die wenig später auf 15 Prozent erhöht wurden. "Die jüngsten Entscheidungen zur US-Zollpolitik sorgen für neue Unsicherheit", sagte Wollmershäuser. "Wenn sich Zollregelungen ständig ändern, erschwert das die Planung für die Unternehmen."

Besonders die Hersteller von elektronischen und optischen Erzeugnissen blicken den Angaben zufolge optimistischer auf das Auslandsgeschäft. "Auch in der Automobilbranche zeichnet sich ein stabiles Exportgeschäft ab", hieß es. Dort legten die Erwartungen erneut zu. Bei den Herstellern von Nahrungsmitteln und Möbeln drehten die Erwartungen in den positiven Bereich – die Auslandsumsätze sollen steigen. Im Metallbereich verbesserte sich der Indikator zwar, dennoch werden derzeit die Ausfuhren eher konstant eingeschätzt. Mit sinkenden Exporten rechnen dagegen das Papiergewerbe, die Druckindustrie sowie die Chemische Industrie.

Das Ifo-Institut rechnet mit einer Belebung der deutschen Konjunktur, da auch die Stimmung in der Wirtschaft insgesamt anzieht. "Die deutsche Wirtschaft berappelt sich langsam", sagte Ifo-Umfragechef Klaus Wohlrabe. Der Aufschwung werde vor allem von der inländischen Nachfrage getrieben. "Das ist untypisch, denn frühere Aufschwünge waren meist exportgetrieben." So habe sich die Auftragslage in der Industrie nicht zuletzt durch die milliardenschweren Investitionen der Regierung in Infrastruktur und Aufrüstung verbessert.

Quelle: ntv.de, rts

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