Daten aus der Euro-ZoneIndustrieproduktion im Euroraum steigt im April schwächer als erwartet

Die Industrie in der Euro-Zone hat ihre Produktion im April kaum gesteigert.
Die Fertigung in den 21 Staaten der Währungsunion legte zum Vormonat nur um 0,1 Prozent zu, wie das EU-Statistikamt Eurostat am Montag mitteilte. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Zuwachs von 0,2 Prozent gerechnet, nach revidiert 0,4 Prozent im März. Zunächst war von 0,2 Prozent die Rede gewesen. In der Energiesparte ergab sich im April ein Minus von 0,4 Prozent gegenüber dem Vormonat. Die Produktion von Investitionsgütern verringerte sich sogar um 0,5 Prozent, während jene von Vorleistungsgütern um 0,8 Prozent hochgefahren wurde.
In Malta wurde die gesamte industrielle Fertigung besonders kräftig gesteigert - und zwar um 5,2 Prozent. Steil bergab ging es hingegen in Bulgarien (minus 4,6 Prozent) und in Griechenland (minus 3,5 Prozent). In Deutschland stagnierte die Produktion laut Eurostat. Die Bundesbank traut der hiesigen Wirtschaft wegen der Folgen des Iran-Kriegs erst 2028 wieder spürbares Wachstum zu. Im laufenden Jahr bleibe der Konjunktur allein wegen der staatlichen Mehrausgaben ein Abrutschen in eine vorübergehende Rezession erspart, heißt es in der jüngst veröffentlichten halbjährlichen Prognose.