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Reem Alabali-RadovanIntegrationsbeauftragte reagiert entsetzt auf bestimmte Äußerungen über Silvesterkrawalle in Berlin

11.01.2023, 13:51 Uhr
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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Reem Alabali-Radovan, reagiert entsetzt auf bestimmte Äußerungen in der Debatte über die Silvesterkrawalle in Berlin. Hier zeige sich, "dass wir es auch 2023 leider nicht schaffen, in unserem Einwanderungsland solche Themen zu diskutieren, ohne dabei rassistische Ressentiments zu bedienen", sagte sie am Mittwoch in Berlin. "Wir müssen die Täter von Silvester nach ihren Taten beurteilen, nicht nach ihren Vornamen."

Alabali-Radovan bezog sich dabei auf eine Anfrage der CDU-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus. Diese hatte unter anderem wissen wollen, welche Vornamen die deutschen Tatverdächtigen aus der Silvesternacht haben. "Das teilt Menschen auf in Bürgerinnen und Bürger erster und zweiter Klasse und das geht aus meiner Sicht überhaupt nicht", sagte dazu Alabali-Radovan. Sie äußerte sich bei der Vorstellung des Lageberichts zu Rassismus in Deutschland.

In der Silvesternacht waren in Berlin und weiteren Städten Einsatz- und Rettungskräfte massiv angegriffen worden. In Berlin wurden in der Nacht insgesamt 145 Menschen festgenommen. Sie hatten mehrheitlich keine deutsche Staatsangehörigkeit. Die Krawalle lösten deswegen - mitten im Wahlkampf zur Wiederholungswahl für das Berliner Abgeordnetenhaus - eine Debatte über Integrationsprobleme aus.

Quelle: ntv.de, AFP

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