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'Spiegelt nicht Stimmung wider'Interims-Geschäftsführer lehnt Abbruch der documenta ab

29.07.2022, 17:09 Uhr
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Alexander Farenholtz ist zum Interims-Geschäftsführer der documenta bestellt worden. (Foto: Falk Wenzel/KSB/dpa)

Nach den neuerlichen Antisemitismus-Vorwürfen gegen die documenta in Kassel ist ein Abbruch der Ausstellung für Interims-Geschäftsführer Alexander Farenholtz keine Option.

"Ich habe nicht das Gefühl, dass die Stimmung auf der documenta solche Forderungen widerspiegelt", sagte er am Freitag in Kassel. "Und das ist auch ganz sicher nicht die Stimmung, die bei der Künstlerischen Leitung und bei mir herrscht."

Auch eine systematische Prüfung aller verbliebenen Werke lehnt der 68-Jährige weiterhin ab. "Es besteht kein Generalverdacht gegen die documenta und daher auch keine Veranlassung für eine generelle Prüfung." Zu den jetzt kritisierten Darstellungen bereite die künstlerische Leitung einen Text als Erläuterung vor, der der Ausstellung zugefügt werde. "Eine Entfernung der Zeichnungen ist nicht angezeigt", betonte Farenholtz.

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(Foto: picture alliance/dpa)

Entsprechende Forderungen waren in den vergangenen Tagen laut geworden, nachdem auf der Ausstellung erneut Arbeiten mit antisemitischer Bildsprache entdeckt worden waren. Schon kurz nach der Eröffnung der documenta Mitte Juni war ein Banner mit judenfeindlichen Motiven entdeckt und abgebaut worden. Bereits seit Januar gab es erste Stimmen, die dem indonesischen Kuratorenkollektiv Ruangrupa und einigen eingeladenen Künstlern eine Nähe zur anti-israelischen Boykottbewegung BDS vorwarfen.

Quelle: dpa

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