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Wirtschaftsweise warnenIran-Krieg drückt Wachstum in Deutschland und treibt Inflation an

27.05.2026, 13:37 Uhr
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(Foto: picture alliance/dpa)

Der Iran-Krieg bremst die ohnehin schwache wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland aus.

Die Wirtschaftsweisen rechnen angesichts der durch den Krieg in die Höhe geschnellten Energiepreise für 2026 mit deutlich weniger Wachstum, aber dafür mehr Inflation als noch im Herbst erwartet. Zugleich warnt der Sachverständigenrat vor massiv steigenden Beiträgen zur Sozialversicherung wegen der zunehmenden Alterung der Bevölkerung - und hält deshalb grundlegende Reformen für nötig.

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) wächst dem am Mittwoch in Berlin vorgestellten Frühjahrsgutachten der Wirtschaftsweisen zufolge in diesem Jahr nur um 0,5 Prozent - deutlich weniger als die im vergangenen November prognostizierten 0,9 Prozent. Die Inflation fällt hingegen höher aus: Die Teuerung der Verbraucherpreise werde in diesem Jahr voraussichtlich 3,0 Prozent erreichen, erklärte der Sachverständigenrat. Das wären 0,9 Prozentpunkte mehr als zuvor angenommen.

Die Wachstumsprognose für 2026 habe "leider" nach unten korrigiert werden müssen, sagte die Vorsitzende des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Monika Schnitzer. Grund dafür seien "vor allem der Iran-Krieg und die dadurch stark angestiegenen Rohöl- und Gaspreise". Dass die deutsche Wirtschaftsleistung in diesem Jahr dennoch steigt, ist nach Angaben der Wirtschaftsweisen insbesondere auf die staatlichen Ausgaben unter anderem für Verteidigung und Infrastruktur zurückzuführen.

Besonders in den Blick nahmen die Sachverständigen in ihrem Frühjahrsgutachten indes die Sozialversicherungen: Diese stünden angesichts des demografischen Wandels vor "enormen Kostensteigerungen", warnte Schnitzer. Gerichtet werden müsse der Fokus deshalb vor allem auf "ausgabendämpfende Maßnahmen", gleichzeitig müsse geschaut werden, "wie man die Einnahmen stabilisiert". Dies bedeute, "dass man an Reformen ran muss, die auch schon wirklich zu Belastungen führen".

Quelle: ntv.de

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