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Auch hochrangige Regierungsvertreter vertretenIranische Behörden halten Gedenkfeier für Todesopfer der jüngsten Protesten ab

17.02.2026, 17:44 Uhr
Dieses-am-09-Januar-aufgenommene-und-am-13-Januar-via-AP-zur-Verfuegung-gestellte-Foto-soll-Iraner-bei-einem-Protest-gegen-die-Regierung-in-Teheran-zeigen-Seit-mehr-als-zwei-Wochen-demonstrieren-Iraner-gegen-die-autoritaere-Fuehrung-ihres-Landes-Menschenrechtsorganisationen-dokumentieren-Hunderte-Todesfaelle
Dieses am 09. Januar aufgenommene und am 13. Januar via AP zur Verfügung gestellte Foto soll Iraner bei einem Protest gegen die Regierung in Teheran zeigen. Seit mehr als zwei Wochen demonstrieren Iraner gegen die autoritäre Führung ihres Landes. Menschenrechtsorganisationen dokumentieren Hunderte Todesfälle. +++ dpa-Bildfunk +++ (Foto: picture alliance/dpa/UGC/AP)

Die Behörden im Iran haben eine offizielle Gedenkfeier für die tausenden Menschen abgehalten, die während der jüngsten Proteste getötet worden waren.

Die Behörden im Iran haben eine offizielle Gedenkfeier für die tausenden Menschen abgehalten, die während der jüngsten Proteste getötet worden waren. Die Zeremonie fand am Dienstag an der Imam-Chomeini-Moschee in Teheran statt, die Menschenmenge schwenkte iranische Flaggen, hielt Porträts der Toten hoch und skandierte Slogans wie "Tod für Amerika" und "Tod für Israel". An der Gedenkveranstaltung nahmen hochrangige Regierungsvertreter und Beamte teil, darunter Vizepräsident Mohammad Resa Aref und der Kommandeur der Revolutionsgarden, Esmail Kaani.

"Diejenigen, die Randalierer und Terroristen unterstützt haben, sind Verbrecher und werden die Konsequenzen tragen müssen", sagte Kaani laut der Nachrichtenagentur Tasnim. Die Proteste hatten sich Ende Dezember an den hohen Lebenshaltungskosten im Iran entzündet und sich zu einer landesweiten Protestwelle gegen die Regierung ausgeweitet, die am 8. und 9. Januar ihren Höhepunkt erreichte. Die Gedenkfeier fand nach dem Ende der Trauerzeit statt, die laut der schiitischen Tradition 40 Tage beträgt.

Nach Angaben Teherans gab es bei den Protesten mehr als 3000 Todesopfer, darunter vor allem Sicherheitskräfte und Passanten, die durch "terroristische Handlungen" getötet worden seien. Die Demonstrationen hätten friedlich begonnen und sich dann in "von ausländischen Kräften getriebene Ausschreitungen" ausgeweitet, hieß es offiziell. Teheran macht Israel und die USA verantwortlich. Internationale Organisationen schätzen die Zahl der Todesopfer weitaus höher ein als die Behörden im Iran. Die in den USA ansässige Human Rights Activists News Agency (HRANA) gibt an, dass mehr als 7000 Menschen getötet worden seien, die meisten davon Demonstranten.

Am Freitag hatte der Iran die Gründung einer Untersuchungskommission bekannt gegeben, welche die Proteste untersuchen soll. Die Behörden forderten schnelle Gerichtsverfahren für an den Gewalttaten beteiligten Menschen. Das Staatsfernsehen hatte in den vergangenen Wochen Vernehmungen von Verdächtigen ausgestrahlt, denen bewaffnete Angriffe auf öffentliches Eigentum und Sicherheitskräfte vorgeworfen werden.

Quelle: ntv.de, afp

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