IW-StudieKarnevalssaison ist für deutsche Wirtschaft einträgliches Geschäft

Kostüme, Getränke, Taxifahrten: Die auf ihren Höhepunkt zusteuernde Karnevalssaison ist einer Studie zufolge für die deutsche Wirtschaft ein einträgliches Geschäft. Der bundesweite Umsatz dürfte sich auf mehr als 1,7 Milliarden Euro summieren, wie die am Mittwoch veröffentlichten Berechnungen des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW Köln) zeigen.
Und das, obwohl die Session diesmal nur 95 Tage dauere und damit so kurz sei wie seit 2016 nicht mehr. 2011 etwa habe sie sie sich noch über 118 Tage erstreckt. Die Session beginnt traditionell am 11.11. und endet mit dem Aschermittwoch, der diesmal schon auf den 14. Februar fällt.
"Vor allem für die Gastronomie lohnt sich das Geschäft: Für Kölsch, Altbier und närrische Leckereien geben die Narren besonders viel Geld aus", hieß es. Das IW rechnet hier mit einem Umsatz von 770 Millionen Euro, besonders in Hochburgen wie Köln, Düsseldorf oder Mainz, wo am Donnerstag der Straßenkarneval zur Weiberfastnacht beginnt. Der Verkauf von Kostümen und Kamellen dürften dem Einzelhandel einen Umsatz von 360 Millionen bescheren. Für den Transport - darunter fallen unter anderem Bahntickets für die Anreise oder Taxifahrten - werden demnach 260 Millionen Euro ausgegeben, für Übernachtungen in Hotels rund 190 Millionen.
Diese Zahlen belegten, dass sich das Karnevalsgeschäft nach der Corona-Zeit wieder erholt habe. "Für die regionale Wirtschaft ist der Karneval ein Lichtblick. Gerade Gastronomie und Hotellerie brauchen diese wichtigen Impulse", sagte IW-Direktor Michael Hüther. "Aber auch über das Wirtschaftliche hinaus sind die jecken Tage für viele wichtig, gerade in Zeiten, in denen wir uns von einer Krise zur nächsten bewegen und lernen müssen, optimistisch zu bleiben – ganz im Sinne des rheinischen Mottos 'Et kütt wie et kütt, und et hätt noch immer jood jejange.'"