Warnung vor UmweltrisikenKiew: 150 Tonnen Motoröl nach Staudamm-Beschädigung in den Dnipro geflossen

Nach der teilweisen Zerstörung des Kachowka-Staudamms im Süden der Ukraine sind nach ukrainischen Angaben 150 Tonnen Motoröl in den Fluss Dnipro geflossen. In den Online-Netzwerken warnte die Presseberaterin des Chefs des ukrainischen Präsidialamtes, Daria Sariwna, vor einer Gefährdung der Umwelt. "Es besteht auch die Gefahr neuer Öllecks, die sich negativ auf die Umwelt auswirken", erklärte Sariwna im Onlinedienst Telegram.
Russland und die Ukraine machen sich gegenseitig für die teilweise Zerstörung des Staudamms verantwortlich. Der ukrainische Präsidentenberater Michailo Podoljak warf Russland vor, den Staudamm "gesprengt" zu haben, um das Gebiet zu überfluten und so die geplante ukrainische Offensive zu behindern. Von Moskau eingesetzte Behörden meldeten hingegen, der Staudamm sei "durch mehrere Angriffe" der Ukraine teilweise zerstört worden. Der Kreml sprach von einer "vorsätzlichen Sabotage" Kiews.