Städtetag warntKommunen rufen zu sparsamem Umgang mit Wasser auf

Angesichts eines regional möglicherweise drohenden Wassermangels haben die Kommunen zu einem bewussten Umgang mit dem kostbaren Nass aufgerufen.
"Früher galt Wasser in Deutschland vielen als unbegrenzte Ressource. Dem ist nicht mehr so", sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetags, Christian Schuchardt, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe vom Donnerstag.
Die heißen Sommer der vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass es auch in Deutschland saisonal und regional zu Wasserknappheit kommen könne, sagte Schuchardt. "Auch in diesem Jahr ist die Situation wieder besonders drastisch, die Temperaturen im Juni haben Rekordwerte erreicht."
Zugleich versicherte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetags, dass die Wasserversorgung in Deutschland immer noch sicher sei. Es müsse aber deutlich bewusster mit Grundwasser sowie mit Wasser aus Flüssen, Bächen und Seen umgegangen werden.
Bund und Länder sollten gemeinsam für möglichst einheitliche Entnahmeentgelte aus Grundwasser und Oberflächengewässern sorgen, forderte Schuchardt. "Dabei geht es ausdrücklich nicht um Gebühren für Privathaushalte, sondern vor allem um die kommerzielle Wasserentnahme." Dabei müsse auch ein "Anreiz zum Wassersparen" gesetzt werden. Zudem könnten die Mittel aus den Entgelten vermehrt für Maßnahmen zum Gewässerschutz und zur Klimaanpassung eingesetzt werden.
Der Deutsche Landkreistag rechtfertige kommunale Maßnahmen zur Einschränkung des öffentlichen und privaten Wasserverbrauchs. "Hitze- und Trockenperioden nehmen in vielen Regionen zu", sagte der Präsident des Landkreistages, Achim Brötel, den Funke-Zeitungen. "In solchen Situationen müssen auch private Komfortverbräuche, etwa das Befüllen von Pools, kritisch hinterfragt werden."