Raketenlieferung an die UkraineKreml bezeichnet Macrons Ankündigungen als "Fehler" und droht mit Gegenmaßnahmen

Der Kreml hat die von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron angekündigte Lieferung von Raketen längerer Reichweite an die Ukraine als "Fehler" bezeichnet und Gegenmaßnahmen angekündigt. "Aus unserer Sicht ist diese Entscheidung ein Fehler mit Konsequenzen für die ukrainische Seite, denn natürlich wird uns das zu Gegenmaßnahmen zwingen", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Dienstag.
Zuvor hatte Macron am Dienstag beim Nato-Gipfel in Litauen angekündigt, sein Land werde der Ukraine Marschflugkörper vom Typ Scalp zur Verfügung stellen. Diese würden der Ukraine gezielte Militärschläge ermöglichen, sagte Macron.
Die Raketen - ein britisch-französisches Gemeinschaftsprojekt - sind auch unter dem Namen Storm Shadow bekannt und haben eine Reichweite von über 250 Kilometern. Großbritannien hatte bereits im Mai die Lieferung solcher Raketen an die Ukraine angekündigt. Russland hatte dies damals als einen "extrem feindlichen" Akt bezeichnet.