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"Völlig unbegründet"Kreml weist polnische Vorwürfe zu "Terrorakten" gegen Fluggesellschaften zurück

16.01.2025, 13:50 Uhr

Der Kreml hat Vorwürfe aus Warschau zurückgewiesen, wonach Russland "Terrorakte" gegen internationale Fluggesellschaften plane. Es handele sich um "eine weitere, völlig unbegründete Anschuldigung gegen Russland", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow mit Blick auf eine zuvor von Polens Regierungschef Donald Tusk getätigte Aussage.

Tusk hatte am Mittwoch während eines Besuchs des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenkyj in Warschau erklärte, Russland habe "Terrorakte" im Luftverkehr geplant, "und zwar nicht nur gegen Polen, sondern gegen Fluggesellschaften aus der ganzen Welt". Er werde "nicht ins Detail gehen", betonte Tusk.

Die Beziehungen zwischen den Nachbarländern Polen und Russland sind historisch angespannt, seit dem russischen Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 jedoch auf einen neuen Tiefpunkt gesunken - während Polen zu einem der wichtigsten Verbündeten Kiews geworden ist.

Polen - das einzige Nato-Mitglied, das eine Grenze mit Russland und der Ukraine teilt - hat Russland seit Beginn der Offensive Sabotageakte auf polnischem Gebiet vorgeworfen. Polen gehört damit zu mehreren Ländern, die Moskau der Sabotage auf ihre Luftverkehrsinfrastruktur beschuldigen, etwa durch den Einsatz von Sprengstoff in für die Luftfracht bestimmten Paketen.

Anfang der Woche hatte die US-Zeitung "The New York Times" berichtet, dass der US-Geheimdienst Russland verdächtige, die Platzierung von Sprengsätzen in Frachtflugzeugen auf dem Weg in die USA zu planen. Russland wird zudem beschuldigt, für den Absturz eines Flugzeugs der Gesellschaft Azerbaijan Airlines verantwortlich zu sein, bei dem Ende Dezember 38 Menschen ums Leben kamen.

Quelle: ntv.de, AFP

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