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Massives Vorgehen gegen die LGBTQI+-Szene LGBT-Verbot in Russland: lange Haft für Personal einer Bar

29.06.2026, 16:21 Uhr
Die-russische-Flagge-weht-auf-dem-Dach-der-Russischen-Botschaft-in-Berlin
Die russische Flagge weht auf dem Dach der Russischen Botschaft in Berlin (Foto: picture alliance / CHROMORANGE)

Die russische Justiz geht hart gegen die queere Community vor. Nun verhängt ein Gericht lange Haftstrafen für Personal einer Bar.

Ein Gericht in der russischen Stadt Orenburg hat drei Mitarbeiter einer Bar wegen Beteiligung an der als extremistisch eingestuften sogenannten LGBT-Bewegung zu langen Haftstrafen verurteilt. Demnach müssen der künstlerische Leiter, die Geschäftsführerin und der Inhaber zwischen zwei Jahren und drei Monaten und bis zu sieben Jahren in eine Strafkolonie, wie russische Medien unter Berufung auf das Gericht meldeten. 

Den drei Beschuldigten wurde den Angaben zufolge vorgeworfen, trotz Kenntnis des Verbots der sogenannten internationalen LGBT-Bewegung in Russland Veranstaltungen organisiert zu haben, um die Aktivitäten dieser angeblichen Organisation fortzusetzen. Medienberichten zufolge waren die drei bereits im März 2024 nach einer Razzia in der Bar festgenommen worden. Das Gericht sprach jetzt von dem russlandweit ersten Strafverfahren nach der neuen Gesetzeslage von 2023.

Russland geht massiv gegen die LGBTQI+-Szene vor. Der Oberste Gerichtshof des flächenmäßig größten Landes der Erde hatte 2023 entschieden, «die internationale öffentliche LGBT-Bewegung als extremistische Organisation anzuerkennen und ihre Aktivitäten in Russland zu verbieten». Schon seit 2013 gilt in Russland ein Verbot für die «Propaganda von LGBT». Viele Betroffene haben Russland aus Angst um ihr Leben verlassen. Die englische Abkürzung LGBTQI+ steht für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans-Menschen, queere sowie intergeschlechtliche Menschen – und das Pluszeichen ist ein Platzhalter für weitere Identitäten und Geschlechter.

Quelle: ntv.de, dpa

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