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Treffen im ElyséeMacron und Selenskyj beraten in Paris über US-Friedensplan

01.12.2025, 12:45 Uhr
Die-Vorarbeiten-fuer-Sicherheitsgarantien-fuer-die-Ukraine-sind-nach-Angaben-von-Praesident-Macron-abgeschlossen
(Foto: Michel Euler/AP/dpa)

Vor dem Hintergrund intensiver diplomatischer Anstrengungen hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Montag den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Paris empfangen.

Die beiden Politiker zogen sich anschließend in den Elysée-Palast zurück, wo sie über den US-Plan für ein Ende der Kämpfe in der Ukraine beraten wollten. Im Vorfeld betonte der französische Außenminister Jean-Noël Barrot, dass die Gespräche für eine Ukraine-Lösung "nicht ohne" die Europäer geführt werden könnten.

Nach französischen Angaben wollten Macron und Selenskyj über "die Bedingungen für einen gerechten und dauerhaften Frieden" in der Ukraine beraten. Dabei gehe es auch um den von den USA vorgelegten Plan für ein Ende des Krieges mit Russland und die "enge Abstimmung" mit den europäischen Verbündeten der Ukraine. Europa habe bei den Verhandlungen über den US-Plan bereits Zugeständnisse zugunsten Kiews erreicht, sagte Barrot im Sender France Culture.

Der US-Plan für ein Ende der Kämpfe dürfte auch Thema eines Gesprächs von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) mit dem polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk in Berlin sein. Unterdessen beraten in Brüssel die EU-Verteidigungsminister über die Ukraine. Der US-Sondergesandte Steve Witkoff wird nach russischen Angaben am Dienstag in Moskau mit Präsident Wladimir Putin zusammentreffen.

Selenskyj informierte seinerseits den finnischen Präsidenten Präsidenten Alexander Stubb über die Gespräche in den USA. "Es war alles sehr konstruktiv. Es gibt einige schwierige Themen, die noch bearbeitet werden müssen", schrieb er im Onlinedienst X. Eine Entscheidung, wie es weitergehe, werde erst nach Gesprächen mit den "Freunden in Europa" getroffen. "Es wird ein gehaltvoller Tag", fügte er hinzu.

Regierungssprecher Stefan Kornelius betonte, dass sich die diplomatischen Bemühungen "noch eine Weile hinziehen" könnten. Derzeit gehe es lediglich um einen Waffenstillstand, nicht um eine Veränderung von Grenzen, fügte er hinzu.

Quelle: ntv.de, AFP

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