Wegen Angriffen auf StahlwerkeMedienbericht: Iran verbietet den Export von Stahl

Der Iran verbietet nach Angaben der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Fars seit Beginn der Woche den Export von Stahl.
Der Iran verbietet nach Angaben der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Fars seit Beginn der Woche den Export von Stahl. Grund sind offenbar die Angriffe Ende März auf die beiden Stahlwerke Chusestan im Südwesten des Landes und Mobarek im Zentrum. Israel hatte vor Beginn der Waffenruhe Anfang April angegeben, seine Luftwaffe habe 70 Prozent der Produktionskapazitäten zerstört.
Fars berichtete am Dienstag unter Berufung auf eine Anweisung der Zollbehörden des Landes, dass die Ausfuhr von Stahl einschließlich Brammen, Blechen und Bändern verboten sei. Die Anweisung sei am 26. April in Kraft getreten.
Iran hatte nach offiziellen Angaben von Ende März 2025 bis Ende Januar 2026 Stahl im Wert von 6,1 Milliarden Dollar exportiert. Das Material ist wichtig vor allem für die Herstellung von Waffen wie Raketen, Drohnen und Schiffe.
Die Schäden an den Stahlwerken dürften langfristige Folgen für die iranische Wirtschaft haben, die auch schon vor Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran darniederlag. Teheran reagierte mit Gegenangriffen auch auf Nachbarstaaten und schloss de facto die wichtige Schifffahrtsstraße von Hormus. Das sorgt für enorm gestiegene Preise für Öl, verflüssigtes Erdgas oder Dünger weltweit.