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Analyse zur neuen Handelsdynamik Mehr Importe aus China in Europa laut EZB nur gering durch Trumps Zollpolitik beeinflusst

18.02.2026, 16:08 Uhr
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(Foto: Marijan Murat/dpa)

Dass die europäischen Länder im vergangenen Jahr deutlich mehr Waren aus China importiert haben, liegt nach Einschätzung der Europäischen Zentralbank (EZB) nur zu einem kleinen Teil an der Zoll-Politik von US-Präsident Donald Trump.

Es spreche wenig dafür, dass Trumps Zölle zu erheblichen Handelsverlagerungen geführt hätten, erklärte die EZB am Mittwoch. "Stattdessen scheint die jüngste Stärke der chinesischen Exporte in andere Märkte durch Trends bedingt zu sein, die bereits vor den jüngsten Zollmaßnahmen bestanden."

China war im vergangenen Jahr besonders von hohen Zollaufschlägen auf Lieferungen in die USA betroffen. Deshalb wurde befürchtet, dass chinesische Produkte massenweise in andere Märkte, etwa nach Europa, verkauft würden. "Insgesamt spielt die Handelsumlenkung nur eine begrenzte Rolle in der jüngsten chinesischen Exportdynamik, während andere Faktoren eine bedeutendere Rolle spielen", erklärte die EZB hingegen.

Zwar habe es wegen der US-Zölle durchaus Warenumleitungen gegeben, jedoch nur in geringem Umfang und "auf eine kleine Gruppe von Produkten beschränkt". Mehrere Faktoren hätten auch ohne Trumps Zölle zu einer Steigerung der chinesischen Ausfuhren geführt. Die EZB nennt etwa die schwache Binnennachfrage in China, Wettbewerbsvorteile chinesischer Unternehmen wegen der schwachen Landeswährung und staatliche Subventionen.

Quelle: ntv.de, AFP

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