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Mehr als 200 Ghanaer "in den Krieg gelockt worden"Ghana: Vermutlich 55 Staatsbürger für russischen Fronteinsatz gestorben

27.02.2026, 15:29 Uhr
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(Foto: picture alliance / Russian Look)

In der Ukraine sind vermutlich 55 Ghanaer im Fronteinsatz für Russland getötet worden.

In der Ukraine sind vermutlich 55 Ghanaer im Fronteinsatz für Russland getötet worden. Dies teilte am Freitag der ghanaische Außenminister Sam Okudzeto Ablakwa nach einem Besuch in Kiew mit. Sein ukrainischer Amtskollege Andrij Sybiha habe ihn über die Todesopfer informiert. Insgesamt seien wohl 272 Ghanaer "in den Krieg gelockt worden", zwei davon befänden sich nun in Kriegsgefangenschaft.

Die Informationen seien "bedrückend und beängstigend", fügte Ablakwa an. Ghana könne seine Augen vor diesen "erschütternden Zahlen" nicht verschließen. Seine Regierung sei "entschlossen, alle illegalen Rekrutierungsprogramme im Dark Web, die innerhalb unserer Zuständigkeit betrieben werden, aufzuspüren und zu zerschlagen".

Die Ukraine hatte am Mittwoch erklärt, sie habe mehr als 1780 Bürger aus 36 afrikanischen Staaten in den Reihen der russischen Streitkräfte ausgemacht. Nach Südafrika waren erst in dieser Woche 15 Männer zurückgekehrt, die Berichten zufolge zum Kampfeinsatz gezwungen worden waren. Laut dem südafrikanischen Außenministerium wurden mindestens zwei Staatsbürger in der Ukraine getötet.

Auch AFP-Recherchen deuten auf den Einsatz von Menschen aus Afrika auf Seiten der russischen Armee hin: Ende 2025 trafen AFP-Reporter in der Ukraine Kriegsgefangene aus Kenia, Togo, Kamerun und Nigeria. Jüngst sprach AFP mit vier Kenianern, die nach dem Kampfeinsatz für Russland in ihr Heimatland zurückgekehrt waren. Sie gaben an, mit dem Versprechen auf lukrative zivile Arbeitsplätze nach Russland gelockt worden zu sein. Dort seien sie aber gezwungen worden, Arbeitsverträge mit der Armee zu unterschrieben und nach minimaler Ausbildung an die Front geschickt worden.

Quelle: ntv.de

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