Wegen instabiler LageMehrere Länder ziehen Botschaftspersonal aus dem Iran ab

Wegen des Krieges zwischen Israel und dem Iran ziehen eine Reihe von Ländern ihr Botschaftspersonal aus Teheran ab. Diesen Schritt verkündeten am Freitag unter anderem Australien, Großbritannien und die Schweiz. "Angesichts der derzeitigen Sicherheitslage haben wir die Vorsichtsmaßnahme ergriffen, vorübergehend unsere britischen Mitarbeiter aus dem Iran abzuziehen", erklärte das britische Außenministerium. Die Botschaft werde aber aus der Ferne weiter betrieben.
Das Schweizer Außenministerium erklärte, angesichts der "Intensität der militärischen Operationen im Iran und der äußerst instabilen Lage" sei beschlossen worden, die Botschaft in Teheran vorübergehend zu schließen. "Das Auslandspersonal hat das iranische Staatsgebiet verlassen und befindet sich in Sicherheit. Sobald es die Lage erlaubt, werden die Mitarbeitenden nach Teheran zurückkehren." Das Ministerium erklärte zugleich, die Schweiz werde weiterhin "ihre Aufgaben als Schutzmacht für die amerikanischen Interessen im Iran" erfüllen. Weil Washington und Teheran keine diplomatischen Beziehungen unterhalten, vertritt die Schweiz die US-Interessen im Iran.
Australien erklärte am Freitag ebenfalls, seine Botschaftsmitarbeiter und deren Familien aus dem Iran abzuziehen. "Das ist keine Entscheidung, bei der wir es uns einfach machen", sagte Außenministerin Penny Wong. "Es ist eine Entscheidung, die auf der sich verschlechternden Sicherheitslage im Iran basiert." Auch Bulgarien, Neuseeland, Portugal und Tschechien schlossen ihre Botschaften vorübergehend.
Israel hatte vor einer Woche einen Großangriff auf den Iran gestartet und bombardiert seitdem insbesondere Atomanlagen und militärische Einrichtungen in dem Land. Der Iran attackiert Israel seitdem mit Raketen und Drohnen. US-Präsident Donald Trump will binnen zwei Wochen entscheiden, ob er den Iran ebenfalls militärisch angreift.