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Befragung des Ifo-Instituts Mehrheit möchte Vorreiterrolle für Deutschland beim Klimaschutz

07.02.2024, 09:54 Uhr
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Durch mehr Strom aus Wind- und Solarkraft und einer geringeren Nachfrage sind die Emissionen aus dem Energiesektor 2023 in der EU stark zurückgegangen. (Foto: Jens Büttner/dpa)

Eine Mehrheit der heimischen Bevölkerung möchte eine Vorreiterrolle für Deutschland beim Klimaschutz. 55 Prozent befürworten das, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Befragung des Ifo-Instituts mit dem Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) hervorging. 33 Prozent lehnen demnach eine Vorreiterrolle ab. Zwölf Prozent möchten sich nicht festlegen.

Ein CO2-Preis für Klimaschutz, der von vielen Ökonomen als bestes Instrument gesehen wird, erhält nur wenig Unterstützung. Lediglich acht Prozent befürworten einen höheren Preis für CO2-Emissionen. Auf die Frage, was getan werden soll, um bis 2045 klimaneutral zu werden, sind 28 Prozent für Subventionen für klimafreundliche Maßnahmen - wie etwa die Förderung von Elektroautos. Jeweils 16 Prozent sprechen sich für Gebote aus, wie Mindeststandards beim Hausbau sowie für Verbote klimaschädlicher Maßnahmen, wie das Verbot von Gasheizungen. Rund ein Viertel der Befragten gibt allerdings auch an, die Frage nach den geeigneten Klimaschutzmaßnahmen nicht beantworten zu können.

"Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Meinung der Bevölkerung in Deutschland erheblich von den Empfehlungen der Ökonominnen und Ökonomen abweicht", sagte Sarah Necker, Leiterin des Ludwig Erhard Ifo Zentrums in Fürth. "Letztere sind mehrheitlich für CO2-Preise, zum Beispiel beim Emissionshandel." Nach den Worten von NIM-Forscher Michael Zürn spiegeln die Zahlen auch die Uneinigkeit wider, die innerhalb der Gesellschaft im Hinblick auf konkrete umweltpolitische Maßnahmen zu herrschen scheinen. "Die starken Gegensätze könnten ein Grund für den derzeit zu beobachtenden Reformstau sein", sagte Zürn.

Quelle: ntv.de, rts

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