Verbrauch verändert sichMenschen in Deutschland trinken deutlich weniger Milch und essen mehr Käse

Die Menschen in Deutschland trinken sehr viel weniger Milch als noch vor 30 Jahren - dafür essen sie mehr Käse und Joghurt.
Das "tägliche Glas Milch" sei aus der Mode gekommen, erklärte das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) am Freitag. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Konsummilch sank demnach von rund 62 Kilogramm im Jahr 1995 auf ein "Rekordtief" von 45,1 Kilogramm - der Käsekonsum nahm in dem Zeitraum um sechs Kilo zu.
Der Verbrauch stieg auf 26 Kilo Käse pro Kopf, wie das BLZ mitteilte. Und der Konsum von Sauermilch-, Kefir-, Joghurt- und Milchmischerzeugnissen sowie Milchmischgetränken kletterte demnach von 22 auf knapp 32 Kilogramm.
Das BLZ betonte, es handle sich um rechnerische Größen - sie bilden die theoretisch für den menschlichen Verbrauch zur Verfügung stehende Menge ab. Zudem ändere sich die Bevölkerungszahl stetig.
"Zudem haben pflanzliche Ersatzprodukte an Bedeutung gewonnen", ergänzte BZL-Leiter Josef Goos. Vegane Ernährung, aber auch gesundheitliche Aspekte wie Laktoseintoleranz spielten eine Rolle. Nicht zuletzt die Wirtschaftlichkeit sei ein Faktor: "Rohmilch wird dort eingesetzt, wo sie die höchste Verwertung bringt, das ist nicht zwingend die Trinkmilch."