"So wird Vertrauen zerstört"Merz bekräftigt Kritik am UniCredit-Vorgehen für Übernahme von Commerzbank

Bundeskanzler Friedrich Merz hat seine Kritik an der geplanten Übernahme der Commerzbank durch die italienische Großbank UniCredit bekräftigt.
Deutschland brauche zwar große Banken, nicht jede Art von Übernahme sei aber willkommen, sagte der CDU-Chef in Berlin. "Feindliches und aggressives Vorgehen lehnen wir entschieden ab." Merz verwies auf Kritik der Bonner Finanzaufsichtsbehörde an dem Vorgehen der UniCredit. Die BaFin habe eine reißerische und unsachliche Kommunikation im Übernahmekampf untersagt. "So geht das nicht", sagte er mit Blick auf die UniCredit. "So wird Vertrauen zerstört."
Der Bund hält noch zwölf Prozent an der Commerzbank, die Mailänder kontrollieren derzeit knapp 30 Prozent. Bis zum 16. Juni haben Commerzbank-Aktionäre noch Zeit, ihre Papiere gegen je 0,485 UniCredit-Aktien zu tauschen. Die Offerte ist knapp 33 Euro je Aktie wert und bewertet Deutschlands zweitgrößtes börsennotiertes Geldhaus mit 37 Milliarden Euro.
Das Angebot gilt nicht als attraktiv. Sowohl die Regierung als auch Arbeitnehmervertreter befürchten im Falle einer Fusion einen umfangreichen Stellenabbau.