Reaktion aus BerlinMerz verurteilt Einschlag russischer Drohne in Rumänien scharf

Bundeskanzler Friedrich Merz hat den Einschlag einer russischen Drohne in Rumänien scharf verurteilt.
Der Vorfall zeige "einmal mehr Russlands Bereitschaft zur Eskalation", erklärte Merz am Freitag im Online-Dienst X. Deutschland stehe an der Seite seiner Nato-Verbündeten. "Wir sind bereit, jeden Zentimeter des alliierten Territoriums zu verteidigen", hieß es in der englischen Version der Mitteilung, die Russland zudem ein "rücksichtsloses Eindringen" in Rumäniens Staatsgebiet vorwarf.
Eine russische Drohne hatte in der Nacht zum Freitag ein Wohnhaus im EU- und Nato-Mitgliedsland Rumänien getroffen. Dabei wurden laut rumänischem Verteidigungsministerium in der Stadt Galati zwei Menschen verletzt. Der Vorfall ereignete sich demnach bei nächtlichen russischen Drohnenangriffen "auf zivile Ziele und Infrastruktureinrichtungen in der Ukraine nahe der Flussgrenze zu Rumänien". EU und Nato haben den Drohnenvorfall bereits scharf verurteilt.
Regierungssprecher Stefan Kornelius sagte vor Journalisten in Berlin, der Vorfall zeige erneut, "dass wir die Drohungen an der Ostflanke ernst nehmen müssen". Eine Sprecherin des Außenministeriums sagte, der Drohneneinschlag gebe nur weiteren Anlass, "unsere europäische Verteidigung in der Nato weiter zu stärken". Generell werde sich Deutschland von Russlands Kurs einer Eskalation "nicht einschüchtern lassen".