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Auch 25 VerletzteMindestens 14 Menschen bei Anschlägen im Nordwesten Pakistans getötet

17.02.2026, 10:03 Uhr
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(Foto: picture alliance / Zoonar)

Bei zwei Bombenanschlägen und einer Schießerei in der pakistanischen Grenzregion Khyber Pakhtunkhwa sind nach Angaben aus Sicherheitskreisen mindestens 14 Menschen getötet und 25 weitere verletzt worden.

Bei einem mutmaßlichen Selbstmordanschlag mit einem mit Sprengstoff beladenen Fahrzeug im Distrikt Bajaur seien mindestens acht Sicherheitskräfte und ein Kind getötet worden, sagte ein Behördenvertreter am Montag (Ortszeit) der Nachrichtenagentur AFP. Ein weiterer Anschlag mit einer in einer Rikscha versteckten Bombe habe mindestens zwei Zivilisten in der Stadt Bannu getötet und 17 weitere verletzt.

Infolge der Anschläge seien insgesamt 27 Menschen verletzt worden, weshalb die Zahl der Todesopfer noch steigen könne, erklärte der Behördenvertreter. Durch die Explosionen seien die Dächer mehrerer Häuser eingestürzt. Im Bezirk Shangla sei es zudem zu einem Schusswechsel zwischen Polizisten und Militanten gekommen, wobei mindestens drei Sicherheitskräfte getötet worden seien. Den Angaben zufolge wurden zudem drei Angreifer getötet.

An der Grenze zu Afghanistan kommt es in den pakistanischen Grenzregionen Balutschistan und Khyber Pakhtunkhwa immer wieder zu tödlicher Gewalt durch Milizen und Aufständische. Seit der Rückkehr der Taliban an die Macht in Afghanistan im August 2021 hat es zudem wiederholt Scharmützel zwischen Einheiten der beiden Nachbarländer gegeben. Pakistan wirft Afghanistan seit längerem vor, Milizen Schutz zu gewähren, die Angriffe in Pakistan verüben. Die Taliban-Regierung in Kabul bestreitet dies.

Im Februar waren durch einen Bombenanschlag auf eine schiitische Moschee in der Hauptstadt Islamabad 31 Menschen getötet und 169 verletzt worden. Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hatte den Anschlag für sich reklamiert.

Quelle: ntv.de, AFP

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