Mehr als 430 Häuser beschädigtMindestens 45 Tote bei schweren Unwettern in Afghanistan und Pakistan

Bei schweren Unwettern in Afghanistan und Pakistan sind nach offiziellen Angaben mindestens 45 Menschen ums Leben gekommen.
In Afghanistan hatten heftige Regenfälle seit Donnerstag Überschwemmungen und Erdrutsche verursacht, nach den Angaben der Katastrophenschutzbehörde vom Montag wurden 28 Menschen getötet und 49 weitere verletzt. Auf der anderen Seite der Grenze, in der pakistanischen Provinz Khyber Pakhtunkhwa, wurden laut der dortigen Katastrophenschutzbehörde seit Mittwoch 17 Menschen getötet und 56 weitere verletzt.
Unter den Toten in Afghanistan ist nach Polizeiangaben ein 14-jähriger Junge, der in der Provinz Badghis im Nordwesten des Landes von einem Blitz getroffen wurde. Drei Menschen ertranken dort demnach in den Fluten, als sie versuchten, Treibholz zum Heizen zu sammeln. In der afghanischen Provinz Daikundi starb nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde ein fünfjähriges Kind beim Einsatz eines Daches. In der Provinz Nangahar an der Grenze zu Pakistan wurde nach Polizeiangaben eine Frau ebenfalls bei einem Dacheinsturz getötet.
Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde wurden in Afghanistan mindestens 130 Häuser zerstört und mehr als 430 Häuser beschädigt. Die Behörde rief die Menschen dazu auf, sich sich von "Flüssen und über die Ufer getretenen Bächen fernzuhalten und die Wettervorhersage ernst zu nehmen". Starkregen und Sturm sollen demnach bis Dienstag anhalten. Erst im Januar waren in Afghanistan 60 Menschen bei schweren Schnee- und Regenfällen ums Leben gekommen. In dem Land gibt es oft Todesopfer durch Überschwemmungen, Erdrutsche und Stürme, insbesondere in abgelegenen Regionen mit schlechter Infrastruktur. Durch den Klimawandel werden Unwetter laut Experten extremer und häufiger.