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In einem verarmten StadtviertelMindestens fünf Tote nach Gebäudeeinsturz in zweitgrößter Stadt Libanons

08.02.2026, 20:03 Uhr
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(Foto: picture alliance / Zoonar)

Im Libanon sind beim Einsturz eines Gebäudes mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen.

Im Libanon sind beim Einsturz eines Gebäudes mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Wie die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete, stürzte in der zweitgrößten Stadt Tripoli im Norden des Landes am Sonntag ein "altes Gebäude" im verarmten Stadtviertel Bab al-Tabbaneh ein. Fünf Menschen wurden demnach tot aus den Trümmern geborgen, darunter ein Kind und eine ältere Frau. Acht Menschen konnten bisher lebend gerettet werden.

Der Leiter des Zivilschutzes, Imad Chreisch, sagte lokalen Medien, das eingestürzte Gebäude habe aus zwei Blöcken mit jeweils sechs Wohnungen bestanden. Wie auf Aufnahmen vom Unglücksort zu sehen war, versuchten Anwohner und Rettungskräfte teilweise mit bloßen Händen, die Trümmer zu beseitigen. Auch mehrere umliegende Gebäude wurden wegen Einsturzgefahr geräumt.

Es war schon der zweite tödliche Hauseinsturz in Tripoli seit Ende Januar. Präsident Joseph Aoun wies den Rettungsdienst an, sich neben dem Rettungs- und Bergungseinsatz auch um die evakuierten Bewohner des eingestürzten Gebäudes und der benachbarten Gebäude zu kümmern. Im Libanon sind viele Gebäude in einem sehr schlechten Zustand, darunter auch etliche Wohnhäuser. Viele Gebäude wurden ohne Baugenehmigung erbaut, vor allem während des Bürgerkriegs von 1975 bis 1990. Oft werden bestehende Wohnhäuser zudem illegal um weitere Stockwerke erhöht.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hatte die libanesischen Behörden schon 2024 aufgerufen, "dringend" die Sicherheit von Gebäuden im ganzen Land zu überprüfen. Dramatisch ist die Lage demnach vor allem in Tripoli, wo seit dem schweren Erdbeben im türkisch-syrischen Grenzgebiet im Februar 2023 "tausende Menschen" in "unsicheren Gebäuden" lebten. Die Erschütterungen waren damals auch im Libanon zu spüren gewesen. Laut Amnesty war der Zustand vieler Häuser in Tripoli wegen laxer Sicherheitsvorschriften und mangelnder Instandhaltung aber schon vor dem Erdbeben "katastrophal" gewesen

Quelle: ntv.de, afp

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