Nach Tagen mit strömendem RegenMünchner hoffen auf Wetterwechsel zum Beginn des Oktoberfests

Ob es eine neue Bilberbuchwiesn gibt, ist noch ungewiss. Nach Tagen mit strömendem Regen hoffen die Münchner auf einen Wetterwechsel passend zum Beginn des Oktoberfests am Samstag. Nachdem das größte Volksfest der Welt vor einem Jahr so vom Wetter verwöhnt wurde, dass mit 7,2 Millionen Gästen die höchste Besucherzahl aller Zeiten registriert wurde, setzen Wirte und Schausteller auf eine Fortsetzung der herausragenden Stimmung.
"Auf eine friedliche Wiesn", wird der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) am Samstagmittag im Schottenhammelzelt in guter Tradition ausrufen, sobald er das erste Fass Bier angezapft hat. Wie viele Schläge das Stadtoberhaupt benötigt, werden die hartgesottenen Wiesnfans natürlich wie üblich mitzählen - aber schon seit Jahren gab sich kein Oberbürgermeister mehr eine Blöße beim Fassanstich. Zwei, drei Schläge, ab dann fließt das Bier in München. Sechseinhalb Millionen Maß wurden 2023 ausgeschenkt.
Der Wunsch nach der friedlichen Wiesn hat in diesem Jahr wieder mehr Aktualität als von den Organisatoren erhofft. Ob Ukrainekrieg oder eine erhöhte Anschlagsgefahr - wenn auf der Welt Unruhe ist, sind auch die Sicherheitsverantwortlichen des Oktoberfests ganz besonders aufmerksam. Die Wiesn ist überall auf der Welt bekannt und damit ein mögliches Anschlagsziel.
In diesem Jahr sorgte der Messeranschlag in Solingen mit drei Toten noch einmal für neues Nachdenken über verschärfte Kontrollen. Die Stadt stellte zusätzliche Ordnungskräfte ein, die dabei helfen sollen, Menschenschlangen beim Betreten der Theresienwiese zu vermeiden. Das ist eine Ergänzung zum bestehenden Sicherheitskonzept. Eine noch weitergehende Verschärfung wie das Abtasten aller Besucher beim Betreten des Oktoberfests gilt als juristisch schwierig umsetzbar.
Dafür wird das Gelände außer von Ordnungskräften umfassend mit Videoüberwachung durch die Polizei kontrolliert. Das sollten sich besonders auch Kiffer bewusst machen. Denn trotz der Teillegalisierung von Cannabis ist auf Volksfesten in Bayern der Joint weiter verboten.